Viel ist in den letzten Tagen erzählt, gepostet und getwittert worden. Viel ist berichtet und behauptet worden. Viel zu oft sind Mutmaßungen als Gewissheiten verkauft worden. Und manchmal sind auch Wünsche und Erwartungen zu vermeintlichen Tatsachen geronnen. Bis heute dauern die Bewertungen und Prognosen an. Und auch in den nächsten Tagen, Wochen und Monaten wird vielfach zu hören sein, wer es damals schon besser gewusst hat. Eine Geschichte ist aber noch nicht erzählt worden. Das soll hier an dieser Stelle nachgeholt werden, denn sie ist in mancherlei Hinsicht entlarvender als die vielen Expertisen der vergangenen Tage:
Es waren schlimme, grausame Stunden. Eine wütende Menge von etwa 900 Zivilisten hatte sich über mehrere Stunden vor den Toren der befestigten Garnison versammelt. Darin verschanzt sahen sich die Soldaten einer Situation ausgesetzt, die sie in diesem Ausmaß nicht erwartet hatten. Ein Garnisonskommandant und gut hundert Soldaten unter seinem Befehl, stark bewaffnet, militärisch ausgebildet, mit dem Vorteil der befestigten Stellung gegen 900 Zivilisten, welche die Soldaten immer wieder zur Aufgabe auffordern und verlangen, dass sie die Waffen niederlegen.