Am 18.10.2020 veröffentlich die der IGMG zurechenbare „Islamiq“-Onlineredaktion einen Gastbeitrag des Dr. Ahmet Inam mit dem Titel „Das Projekt „deutscher Islam“.
Im Kurzportrait des Gastautors heißt es: „Ahmet Inam (Dr. phil.), 1976 geb. in Herne, hat an der Ruhr-Universität Bochum Islamwissenschaften/Orientalistik und Religionswissenschaften studiert. Nach seinem Masterstudium in Islamwissenschaften promovierte er 2015 an der Frankfurter Goethe-Universität am „Institut für Studien der Kultur und Religion des Islam“ mit dem Titel „Die theologischen, juristischen und sozialen Dimensionen der Sünde im Koran“. Seit 2017 leitet er bei der DITIB-ZSU die Abteilung „Übersetzung, Lektorat und Edition“.“
Bereits zuvor habe ich mich auf diesem Blog mit den ganz besonderen Ansichten des Dr. Inam befasst. Weniger aufgrund ihrer gedanklichen Substanz als vielmehr wegen der interessanten Einblicke, welche diese Texte in die Gedankenwelt jener Figuren ermöglichen, die mit ihren seltenen öffentlichen Ausbrüchen aus der Front des kollektiven Schweigens der muslimischen Verbände uns eine Ahnung darüber verschaffen, was die dortigen Motive und Grundsätze im Kern ausmacht.
Diese spärlichen Offenlegungen des gedanklichen Selbst der muslimischen Verbände ist wichtig, um die Grundlagen ihres Handelns oder Nicht-Handelns zu verstehen und einschätzen zu können, ob und wie eine gemeinsame Zukunft des öffentlichen muslimischen Engagements in Deutschland möglich sein kann.