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Pride

Das Freitagswort vom 02.11.2018 trägt den Titel „Pride“. Ich habe dieses Freitagswort geschrieben. Mit dem Titel wollte ich auf zwei Details hinweisen: Auf die Achtung, die unsere muslimische Gemeinschaft queeren Menschen verweigert. Und den Hochmut unserer Gemeinschaft, diese Nichtachtung als Ausdruck von Frömmigkeit und vermeintlich moralischer Überlegenheit zu verstehen.

Freiheit und Befreiung

Das Datum zum Auftakt der vierten Runde der Deutschen Islamkonferenz nähert sich. Gleichzeitig wächst die Unruhe in den Kreisen des institutionellen Islam in Deutschland. Die Verbände geben ein unübersichtliches Bild ab: Aus den Führungsebenen ist praktisch nichts zu hören oder zu lesen. Es gibt keine offiziellen Statements, denen man eine ausführliche Analyse und Bewertung der bevorstehenden Gespräche entnehmen könnte.

Der Fisch stinkt vom Kopf her

Der muslimischen Verbandslandschaft stehen Wochen und Monate bevor, die ganz wesentlich über ihre Zukunft in Deutschland entscheiden werden. Dabei steht der zahlenmäßig größte Verband, die Ditib, im Zentrum der Aufmerksamkeit. Eigentlich muss man es anders formulieren: Durch ihr Agieren insbesondere in den letzten zwei bis drei Jahren und vielleicht noch mehr durch ihre Passivität und Ignoranz während dieser Jahre hat sich die Ditib eigenhändig ins Zentrum dieser Aufmerksamkeit manövriert. 

Das identitäre Reinheitsgebot der Verbände

Aufmerksame Leserinnen und Leser dieses Blogs werden mitverfolgt haben, dass ich mich in den letzten Beiträgen intensiver mit innermuslimischen Wahrnehmungs- und Verortungsprozessen beschäftige. Die Entwicklung der muslimischen Verbandslandschaft besorgt mich in zunehmendem Maße. Denn was gegenwärtig in dieser Landschaft zu beobachten ist, sind ethische Zerfallsprozesse, die nachdenklich stimmen. 

Mit Vollgas in die falsche Richtung

Erst kürzlich schrieb ich hier auf diesem Blog über die Schwierigkeiten, deutsche und türkische Selbstanschauungen zusammenzuführen und die Vielfalt subjektiver Selbstverortung als neue Normalität, als maximale Diversität zu akzeptieren. Ich habe mich dabei auf das Beispiel bezogen, das mir am vertrautesten ist: auf den Zustand der türkisch-muslimischen Bevölkerung in Deutschland. 

Nicht mein Held

Ich habe mich bereits gestern, vor dem letzten Teil der Rücktritts-Trilogie, zu Mesut Özils Erklärung kritisch geäußert. Meine Enttäuschung und Kritik an seiner Entscheidung, wie auch ihrer Begründung sind auch jetzt nicht schwächer sondern eher stärker geworden. Dies insbesondere auch vor dem Hintergrund des Überschwangs und der Lobeshymnen, mit denen seine Erklärung bei vielen Türkeistämmigen aufgenommen wird. Euphorische Fraternisierung („mein Bruder“) und ekstatische Heroisierung („eine Legende“, „endlich Rückgrat gezeigt“) überschlagen sich in den sozialen Medien. Ich kann diese Haltung nicht nachvollziehen. Ich kann in der Erklärung und Haltung Özils keinen Vorbildcharakter erkennen.

Dimensionen des Respekts

Ich finde, Mesut Özil hätte besser geschwiegen. Seine nun veröffentlichte Erklärung zu den Fotos mit dem türkischen Staatspräsidenten wirft mehr Fragen auf, als sie beantwortet:

Was ist ein deutscher Islam? – Grundprobleme der Debatte

Die öffentliche Debatte um den Begriff des „deutschen Islam“ ist mit vielerlei Missverständnissen, Irrtümern und Fehlvorstellungen durchsetzt. Viele Stellungnahmen in dieser Debatte sind widersprüchlich oder folgen falschen Annahmen über „den Islam“ oder „die Muslime“. Im folgenden Beitrag sollen einige dieser Phänomene beschrieben werden – ohne Anspruch auf Vollständigkeit und ohne kategorische Disqualifizierung der jeweiligen Vertreter dieser Positionen.

İç mihraklar

Komplo teorileri üretmekten bıkmayanlara, itaat ettiğine itaat etmeyeni düşman belleyenlere, kendinden farklı herşeyi ve herkesi ötekileştirenlere, daima büyük oyunları görenleredir bu sözüm:
„Sizden“, „bizden“. „Yol yürümek“. „Kullanılmayı istemek“. „Yaranmak“. „Göz kırpmak”. „Birilerinin adamı olmak”. Hayatını sadece bu kavramlar çerçevesinde yaşayabilmişsin.