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Veränderung essen Seele auf

Am kommenden Wochenende wird die CSU-Führung auf einer Vorstandsklausur über die Beschlussvorlage mit dem Titel „Klarer Kurs bei der Zuwanderung – Humanität, Ordnung, Begrenzung“ beraten. Die Diskussion um dieses Papier und die aktuellen Äußerungen führender CSU-Politiker legen offen, von welcher Verunsicherung die gesellschaftlichen und politischen Debatten gegenwärtig geprägt sind.

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Stellungnahme des DITIB-Landesverband NRW – Beendigung der Zusammenarbeit im Präventionsprogramm „Wegweiser“

Die missverständliche und verzerrende Darstellung des Sachverhalts in den ministeriellen Verlautbarungen empfinden wir als einen gravierenden Vertrauensbruch. Er hinterlässt immensen Schaden zu Lasten der Präventionsarbeit. Diese wird der DITIB-Landesverband nun ausschließlich mit den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln ohne das Innenministerium fortsetzen. 

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Hassprediger im Rundfunkrat

Mit ihrer „Presseerklärung“ vom 31.08.2016 reihen sich die Kurdische Gemeinde Deutschland und ihr Vorsitzender Ali Ertan Toprak nahtlos ein in die maliziösen Methoden der sogenannten „islamkritischen Debatte“. Dabei muss die Kategorisierung „Presseerklärung“ tatsächlich in Anführungszeichen gesetzt werden, handelt es sich bei dem Machwerk in Wirklichkeit doch um eine infame Manipulation der Presse und eine Hasspredigt, mit der die DITIB-Gemeinden und deren Mitglieder mit den bekannten Narrativen der rechtsradikalen Szene als „fremd“ und „gefährlich“ markiert werden sollen.

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Lost in Grundgesetz

In der Frankfurter Allgemeinen – wo sonst, wird der regelmäßige Leser dieses Blogs sich denken – beschreiben Cem Özdemir und Ahmad Mansour in einem gemeinsamen Gastbeitrag vom 28.08.2016 die Bedingungen einer „zumutbaren Integration“. Sie offenbaren damit auf exemplarische Weise die immer unzumutbareren gedanklichen Verirrungen des gegenwärtigen „islamkritischen Diskurses“. Die Nachhaltigkeit dieser Aberrationen und ihre kontinuierliche Verbreitung durch populäre Medien wie die Frankfurter Allgemeine zwingt jeden Verfassungspatrioten, jeden Bürger mit Herzblut für unser Grundgesetz zum deutlichen und lauten Widerspruch.

Denn am Beispiel dieses Gastbeitrages wird immer drastischer sichtbar, auf welchem gefährlichen verfassungsrechtlichen Holzweg führende Politiker unseres Landes unterwegs sind und wie offen mittlerweile auch in den sogenannten Leitmedien die Aufforderung zum Verfassungsbruch und die Relativierung unseres Grundgesetzes artikuliert werden können – ohne dass es jemandem auffällt.

FAZ: Freude Am Zampano – Eine Danksagung, Drama in drei Akten, 3. „Vor dem Lager Goliaths“

In bisher zwei Teilen ist der aktuelle Gastbeitrag Susanne Schröters in der FAZ analysiert worden. Zum Abschluss dieses Blogbeitrages begeben wir uns auf den Weg zum Lager Goliaths.

Allein der Titel des FAZ-Gastbeitrages und die Metamorphose, die er durchläuft, wären Stoff für einen eigenen Beitrag. In der Online-App der FAZ, welche die Printausgabe vom 19.08.2016 bereits am Vortag den Abonnenten zur Verfügung stellt, trug der Gastbeitrag noch den Titel „Die Ditib treibt ein doppeltes Spiel“. Es handelt sich bei diesem Wortspiel um ein klassisches antimuslimisches Narrativ, nämlich das der „Taqiyya“, also um den Vorwurf der Verstellung und der Lüge zur Verschleierung anderer Absichten.

Dieser Vorwurf steht in einer historischen Tradition der Stigmatisierung religiöser Gruppen als Lügner und Betrüger, als illoyale, unaufrichtige und verschlagene und damit gefährliche Nachbarn. Das jüdische Kol Nidre Gebet, die persönliche Lossagung von Eiden, die man Gott gegenüber unüberlegt beschwört, wurde in der deutschen Geschichte stets als jüdische Eidbrüchigkeit und betrügerische Gesinnung zum kollektiven antisemitischen Narrativ umgedeutet.

FAZ: Freude Am Zampano – Eine Danksagung, Drama in drei Akten, 2. „Die Dichtung“

Im ersten von drei Teilen dieses Blogartikels wurde mit der Analyse des aktuellen Gastbeitrages Susanne Schröters in der FAZ begonnen. Nach der Beschreibung der Ausgangslage, der Bühnengestaltung des „islamkritischen Diskurses“, folgt nun im zweiten Teil die inhaltliche Betrachtung der darin getroffenen Aussagen.

Wortreich führt Schröter in ihrem Gastbeitrag aus, wie viele Beamte des türkischen Staates wo überall bei der DITIB welche Funktionen bekleiden. Damit will sie darlegen, wie abhängig die DITIB doch von der türkischen Politik sei. Das ist das bekannte Narrativ des verlängerten Ohrläppchens, also der Heteronomie.

Was sie verschweigt, vielleicht nicht einmal weiß, ist die Tatsache, dass alle diese Beamten Theologen und eben wegen dieser theologischen Kompetenz in die Gremien der DITIB eingebunden sind. Als Religionsgemeinschaft braucht man nun mal Theologen. Das ist eine sehr schlichte Feststellung, deren geistige Durchdringung aber offenkundig nicht jeder und jedem gelingt. Und das ist jetzt nicht – in gewohnter Weise – polemisch gemeint, sondern ein Fingerzeig auf die Probleme der Etablierung der islamischen Theologie in der akademischen Landschaft in Deutschland.

FAZ: Freude Am Zampano – Eine Danksagung, Drama in drei Akten, 1. „Die Bühne“

Anmerkung: Es braucht wesentlich größere Mühe, einen Stein aus dem Brunnen zu holen, als ihn hineinzuwerfen. Die Methoden der „Islamkritik“, die durch die FAZ mittels des Gastbeitrages Susanne Schröters hier öffentlich zur Schau gestellt werden, sind so exemplarisch für den Zustand der Debatte, dass sie ausführlich auseinandergenommen und in ihren Einzelteilen genauer untersucht werden müssen. In einem dreiteiligen Blogbeitrag soll das an dieser Stelle geschehen.

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Danke, liebe FAZ und liebe Susanne Schröter, für diesen großartigen Gastbeitrag!

In der FAZ vom 19.08.2016 (Print) bzw. vom 20.08.2016 (Online) ist ein Gastbeitrag erschienen, mit dem sich nun auch Susanne Schröter als Unterstützerin der „islamkritischen Szene“ outet.

Dass ihr Beitrag in der FAZ publiziert wird, darf man ruhig als alles andere als einen Zufall verstehen. Die FAZ bewegt sich mit den jüngsten Veröffentlichungsentscheidungen immer mehr Richtung Haus- und Hofpostille der „islamkritischen Szene“. Das sorgt wenigstens für klare Verhältnisse in diesem Meinungsstreit.

Bevor der Inhalt des Gastbeitrages näher beleuchtet wird, soll im ersten Schritt eine personelle und prinzipielle Einordnung vorausgeschickt werden: Es war nur eine Frage der Zeit, bis sich Susanne Schröter zu Wort meldet. Kennern der „islamkritischen Szenen“ sind die tatsächlichen Verbindungen und die Motivation einer im ersten Blick wissenschaftlichen Aufstellung Schröters im Islamdiskurs bereits bekannt, der breiten Öffentlichkeit blieben sie bislang noch verborgen.

Morgendämmerung

(Verwendungshinweis: Dieser Beitrag enthält keinerlei Mordaufruf, Ermunterung zum Pfählen, Enthaupten, Vierteilen, Teeren oder Federn. Alle, die meinen das Gegenteil zu sehen, konsultieren besser einen Augenarzt, Deutschlehrer oder Apotheker ihres Vertrauens. Der Beitrag kann Spuren von Ironie, Chili und Erdnüssen enthalten….

Islam in Deutschland

Veröffentlicht auf tagesspiegel.de am 17.08.2016

Murat Kayman, der Koordinator der Ditib-Landesverbände, widerspricht Volker Beck in der Debatte um die Islam-Verbände. Der Staat darf den Religionsgemeinschaften nicht vorschreiben, wie sie sich zu organisieren haben. Wer das negiert, widerspricht der grundgesetzlich garantierten Religionsfreiheit. Ein Gastbeitrag.

Volker Becks Gastbeitrag offenbart in nahezu jedem Satz die grundlegenden Missverständnisse und Wahrnehmungsverzerrungen, die in unserer Religionspolitik gegenwärtig die Debatte prägen. Er skizziert eine vermeintliche Dominanz islamischer Verbände, denen der Staat sich „in demütiger Weise“ ergebe. Das ist Augenzwinkern nach rechts. Das ist Wahlkampf. Das ist gefährlich. Und es ist inhaltlich nicht zutreffend.

Das Gegenteil von liberal

Leser dieses Blogs werden mitverfolgt haben, dass kürzlich die Kritik an den Methoden der sogenannten „Islamkritik“ dazu geführt hat, dass einer der leidenschaftlichsten Vertreter dieser Zunft, Abdel-Hakim Ourghi, sich dazu verstieg, mir vorzuwerfen, die kritische Kommentierung seiner unlauteren Methoden sei eine „Fatwa“ und eine „Ermunterung zum Mord“. Der Vorwurf der Anstiftung zum Mord ist keine Lappalie und markiert einen neuen eklatanten Tiefpunkt der „islamkritischen Debatte“.

In diesem Blog ist wiederholt dargelegt worden, dass viele der selbsternannten „liberalen Vordenker“ in Wirklichkeit zutiefst verfassungswidrige Positionen vertreten. Nun entlarvt sich in der gravierenden Grenzüberschreitung Ourghis die Methode der unbegründeten, pauschalen und kategorischen Diffamierung der islamischen Religionsgemeinschaften als extremistische, radikale, gefährliche Organisationen. Und genau dieses Muster der Scheinargumentation wird nun auf Einzelpersonen angewandt, die es wagen, die Substanzlosigkeit, inhaltliche Leere und methodische Unredlichkeit der sogenannten „Islamkritik“ offen und deutlich zu kritisieren.